BDE wird Kooperationspartner des Circle
BDE und Circle vereinbaren Kooperation für mehr Kreislaufwirtschaft im Bau
BDE-Präsident Matthias Harms besucht Circle in Offenbach
Berlin/Offenbach, [23.07.2026] – Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e. V. und der Circle haben eine Kooperation zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit ist es, praktische Erfahrungen aus der Bau- und Recyclingwirtschaft enger mit der fachlichen und politischen Arbeit des Verbandes zu verbinden.
Zum Auftakt der Kooperation besuchte BDE-Präsident Matthias Harms den Circle in Offenbach. Im Gespräch mit Daniel Imhäuser, Initiator des Circle, Mitglied des BDE-Vorstands und Vorsitzender des BDE-Arbeitskreises Steuern und Wettbewerb, standen die wirtschaftlichen und rechtlichen Voraussetzungen für einen breiteren Einsatz von Recyclingrohstoffen im Mittelpunkt.
Der Circle bringt Unternehmen und Fachleute aus Planung, Rückbau, Entsorgung, Recycling, Baustoffproduktion, Logistik, Projektentwicklung und Forschung zusammen. In gemeinsamen Projekten und Veranstaltungsformaten werden Lösungen für geschlossene Baustoffkreisläufe entwickelt und praktisch erprobt.
Im Rahmen der Kooperation wollen BDE und Circle den fachlichen Austausch intensivieren, gemeinsame Veranstaltungen und Dialogformate entwickeln und Erfahrungen aus konkreten Projekten in die politische Diskussion einbringen. Zu den zentralen Themen gehören insbesondere:
- verlässliche und praxistaugliche rechtliche Rahmenbedingungen für Recyclingbaustoffe,
- eine stärkere Nachfrage nach Recyclingrohstoffen durch öffentliche und private Auftraggeber,
- die Berücksichtigung von Kreislaufwirtschaft in Ausschreibungen und Vergabeverfahren,
- Qualitätssicherung, Akzeptanz und Marktzugang für Sekundärrohstoffe und
- die bessere Vernetzung der Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Matthias Harms, Präsident des BDE, erklärt:
„Kreislaufwirtschaft im Bau braucht beides: leistungsfähige Unternehmen und verlässliche Rahmenbedingungen. Recyclingrohstoffe müssen rechtssicher einsetzbar sein und in Ausschreibungen tatsächlich nachgefragt werden. Der Circle bringt die entscheidenden Akteure zusammen und macht praktische Lösungen sichtbar.
Genau diese Verbindung von Praxis und politischer Arbeit wollen wir mit der Kooperation stärken.“
Die Unternehmen der Kreislaufwirtschaft verfügten über die technischen Möglichkeiten und die erforderliche Erfahrung, um mineralische Stoffströme aufzubereiten und qualitätsgesicherte Recyclingrohstoffe bereitzustellen. Entscheidend sei nun, den Einsatz dieser Materialien durch klare Vorgaben, verlässliche Produktanforderungen und eine funktionierende Nachfrage zu erleichtern.
Daniel Imhäuser, Initiator des Circle, Mitglied des BDE-Vorstands und Vorsitzender des BDE-Arbeitskreises Steuern und Wettbewerb, sagt:
„Der Circle zeigt, dass zirkuläres Bauen längst machbar ist. Damit aus erfolgreichen Projekten ein breiter Markt wird, müssen Praxis, Verbandsarbeit und Politik noch enger ineinandergreifen. Die Kooperation mit dem BDE schafft dafür eine starke Verbindung. Gemeinsam können wir konkrete Hemmnisse identifizieren und Lösungen schneller in die Anwendung bringen.“
Mit der Kooperation wollen BDE und Circle einen Beitrag dazu leisten, vorhandene Recyclingpotenziale besser zu nutzen, Primärressourcen zu schonen und zirkuläre Lösungen im Bauwesen wirtschaftlich in die Breite zu führen.